Fernsehfilm

Das weiße Kaninchen

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Drama | 90 Min. | SWR/ARD  | 2016

Buch: Holger Karsten Schmidt, Michael Proehl 

Regie: Florian Schwarz

Kamera: Philipp Sichler

Drehort: Berlin, Mannheim

Cast: Devid Striesow, Lena Urzendowsky, Louis Hofmann, Shenja Lacher, Anja Schiffel, Julia Jäger, Patrick Heyn, Samia Chancrin, Eva Nürnberg, Christoph Schechinger u. a.

Die 13-jährige Sara befreundet sich in einem Online-Quiz mit dem angeblich 16-jährigen Benni, hinter dem sich Simon Keller verbirgt – Mitte 40, engagierter Lehrer, Familienvater. Dass Keller pädophil ist und ein Doppelleben führt, ahnen weder seine Frau und Tochter noch seine Kollegin, der er gerne beim Turnunterricht mit jungen Schülerinnen aushilft. Derweil erschleicht sich Keller alias Benni in der anonymen Welt des Internets Saras Vertrauen – von ihm fühlt sich das Mädchen bald mehr verstanden als von ihren Eltern und ihrer Freundin Leonie.

 

Parallel zu der Chat-Freundschaft mit ‚Benni‘ trifft Sara online, im virtuellen ‚Cat Bistro‘, auf den charmanten Kevin, 17 Jahre alt. Bei dem ersten realen Treffen verliebt sich Sara in den gut aussehenden Jungen und tappt damit in seine grausame Falle: Kevin bringt das Mädchen dazu, ihm selbst gemachte Nacktfotos zu schicken, womit er weitere pornographische Videos von ihr erpresst. In ihrer Verzweiflung wendet sich Sara an ‚Benni‘, der sie wiederum an seinen „diskreten“ Vertrauenslehrer Simon Keller verweist. Sara geht auf das Hilfsangebot ein und trifft sich mit dem Lehrer – ohne zu wissen, dass dieser die Identität von ‚Benni‘ nur vorgetäuscht hat. Keller verspricht Sara, das Problem mit Kevin zu lösen und führt sie zu seinem Pflegepferd, einem weißen Schimmel namens ‚Prinz‘ in den Wald. Während Keller weiter Nähe zu dem Mädchen aufbaut, kommt die Sondereinheit ‚Cyber Grooming‘ des LKA Stuttgart den Machenschaften von Kevin langsam auf die Schliche.

 

Am Tag der geplanten Übergabe der Nacktfotos, kommt Keller zu spät: Sara wird von Kevin in einer Waldhütte missbraucht. Als Keller Saras Peiniger kurz darauf zur Rechenschaft ziehen will, greift Kommissar Miki Witt ein. Vor der Polizei und seiner Frau als spielt sich Keller als Held auf, der sich online tarnt, um junge Menschen vor Cyber-Kriminellen zu warnen. Zunächst beeindruckt von der Eigeninitiative des charismatischen Lehrers, wird Witt zunehmend misstrauisch in Bezug auf Keller. Als das Video von Saras Missbrauch im Netz auftaucht und an ihrer Schule die Runde macht, verschwindet das Mädchen spurlos. Mikis Verdacht gegen Keller erhärtet sich, und die Suche nach Sara gestaltet sich als ein doppeltes Katz-und-Maus-Spiel…

 

 

TV-Premiere: Mittwoch, 28. Sept., 20:15 Uhr in Das Erste.

 

 

Preise, Nominierungen, Festivals


Grimme-Preis 2017 in der Kategorie 'Fiktion'.


Bayerischer Fernsehpreis 'Der Blaue Panther 2017' für Hauptdarsteller Devid Striesow. 


Creative Energy Award des Internationalen Filmfest Emden/Norderney 2016 für die Autoren Michael Proehl und Holger Karsten Schmidt.


Medienkulturpreis beim Festival des deutschen Films in Ludwigshafen 2016 für Redakteurin Claudia Gerlach-Benz.


Ludwigshafener Drehbuchpreis 2016 für Autor Michael Proehl.


Preis des Saarländischen Rundfunks (Günther Rohrbach Filmpreis) für Hauptdarstellerin Lena Urzendowsky.


Im Wettbewerb des Festival de la Fiction in La Rochelle.


Im Wettbewerb des Fernsehfilm-Festival Baden-Baden.


Nominiert für den Deutschen Fernsehpreis 2017 in den Kategorien 'Bester Film', 'Beste Musik' und 'Bestes Buch'.


Nominiert für den 15. Deutschen Hörfilmpreis 2017.


Nominierung der Hauptdarstellerin Lena Urzendowsky für den New Faces Award und den Studio Hamburg Nachwuchspreis 2017.


Nominiert für den Prix Europa 2016.


Präsentation auf dem international board INPUT 2017 in Thessaloniki.